Zurück in den Dschungel

So ganz abgeschrieben haben wir die Wasserfälle noch nicht und da wir heute etwas mehr Zeit haben, machen wir uns nochmals auf zu einer Dschungeltour. Doch die Wasserfälle sind auch diesmal nicht viel beeindruckender. Was solls – es ist halt nicht Regenzeit und bädele ist ja auch nicht schlecht bei Temperaturen über 35 Grad. Ausserdem ist der Regenwald einfach wunderschön! Bambus-Kathedralen wechseln ab mit Lianen, Riesenfarnen und Bäumen mit weit verzweigten, riesigen Flachwurzeln. So nehmen sie ihre selbstproduzierten Kompostnährstoffe auf und in der Tiefe ist eh nichts weiter als Sand. Leider gibt es nicht mehr viel Regenwald in Thailand – wie vielerorts wurde er abgeholzt und landwirtschaftlich umgenutzt. Doch die nährstoffarmen Böden gaben schnell nichts mehr her. Umso wichtiger, die noch bestehenden Regenwälder in Nationalpärken zu erhalten.
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Wir liegen also im warmen Wasser und lauschen den Dschungelgeräuschen. Leider können wir nicht behaupten, dass hier angnehme Stille herrscht. Nicht nur die Affen schreien rum, auch unzählige Zikadensorten sorgen für einen Höllenlärm. „Miss Kettensäge“ z.B. geht uns ziemlich auf den Geist, doch noch schlimmer ist die Alarm-Zikade, welche einen so hohen, durchdringenden Pfeiffton ausstösst, dass es einem durch Mark und Bein geht. Auch die amerikanische Feuerwehr ist hier und die Mopeds von Bangkok haben sich offenbar auch in den Regenwald verirrt.
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Badeplatz im Dschungel

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Weil uns auch keine Elefanten oder Tapire vor die Linse laufen und die grösste Blüte der Welt (Raflesia) ebenfalls schon verwelkt ist, spielen wir halt noch ein bisschen Tarzan und Jane. Den Urwaldschrei muss Beat allerdings noch ein bisschen üben. Soll ja eine Mischung aus österreichischem Jodel und Techno-Beats gewesen sein.

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Danach gibts ein kühles Chang am River Sok.  Vom „Riitseili“ kann ich mich rückwärts direkt in den Fluss rollen lassen, nur um beim Rauskrabbeln gleich von roten Ameisen gefressen zu werden. Jetzt reichts mit den „creapy crawlers“ – ab ins Open-Air-Restaurant. Hier residiert eine Thai-Familie mit mind. 7 Kindern zwischen 1 und 15 Jahren. Mitten im Restaurant steht ein Riesen-Laufgitter, wo auch Oma und Papi locker reinpassen. Die Kleinsten werden in Gummiwannen im Restaurant gebadet, in „Hello Kitty“-Pijamas gesteckt und dann guckt man zusammen im Laufgitter (!) „Tom und Jerry“.
Alles so relaxt hier! Leider ist das Essen nicht so gut, wie wir es erwartet hätten. Aber schliesslich kochen auch nicht alle Schweizer gut! Man kann im Leben nicht alles haben und wie sagt es doch Nam Paik so schön: „Wenn zu perfekt, liebe Gott böse“
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to be followed…

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