Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die macht froh …

Ich sammle Reiseberichte wie andere Leute Kochrezepte und gehöre zu der Spezies, die solch ausgerissene Träume ab und zu auch Realität werden lässt. So bin ich schon zu einigen unvergesslichen Destinationen gereist, wie z.B. per Seemobil auf der Havel und durch die Seen von Brandenburg. Auf einer Draisine durch die schwedische Wald-Seenlandschaft gekurvt. Und habe die litauische“kurische Neerung“, eine der grössten Sanddünen Europas, bewundert. Diesmal eben Khao Sok und Ko Lipe. So Frauenheftli haben durchaus auch ihre guten Seiten! Und das ist wörtlich gemeint.

Ko Lipe ist eine 3 km lange und 400 Meter breite Insel im südlichsten Thailand, nahe der Grenze zu Malaysia. Weisse Strände, ein Korallenriff, türkisfarbenes kristallklares Wasser, Kokospalmen, Cashew-Nussbäume, viele Hunde und Katzen. Ausserdem Krebse, die in geklauten Schneckenhäuser über den nächtlichen Strand joggen und natürlich wieder jede Menge „Creep Crawlers“. Ja und Touristen hats natürlich auch.

Ko Lipe will verdient sein. 5 Stunden dauert die Fahrt mit der Fähre gemäss Reiseführer von Phuket nach Ko Lipe. Beat hatte zwei Plätze auf der Tigerline-Ferry gebucht. „Tigerline“ und „Speedboat“ sind Worte, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen: Ein stattliches Schiff, 2 klimatisierte Stockwerke mit grossen Fenstern, ein Freiluftdeck und ein grosser Kiosk für Getränke und Verpflegung. Hatten wir in Phuket am Hafen gesehen. Fünf Stunden, ein kühler Drink in der Hand und aus bequemen Sesseln all die Ko Pi Pis, Ko Tans, Ko Irgendwas (Ko = Insel) an uns vorbeiziehen zu sehen, erschien uns die adäquate Vorbereitung auf Ko Lipe zu sein. Paradiese soll man bekanntlich langsam anreisen.adäquate Vorbereitung auf Ko Lipe zu sein. Paradiese soll man bekanntlich langsam anreisen.

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Voller Vorfreude und in Anbetracht der Tatsache, dass das Boot um 8 Uhr ablegt, verzichten wir aufs Früstück, weil wir ja im Schiff genügend Zeit dafür haben werden. Und – oh wunder – das Check-In startet pünktlich um 7.30 Uhr. Allerdings ist nicht der schöne, oben beschriebene Kahn unser Schiff. Viel mehr müssen wir mit unseren Koffern über dieses schöne und noch andere Schiffsdecks hinweg klettern. Hier gibt es keine Schiffsstege, die Boote reihen sich einfach aneinander und man steigt über deren Decks hinweg zu seinem Schiff. Brauche ich zu erwähnen, dass unser Kahn das äusserste Schiff war? Und ich mich auf dem letzten Schiffswrack stehend ausserstande sah, mich und meinen Koffer auf unsere Fähre zu befördern? Gnädigerweise nahm mir dann doch noch ein „Stewart“ mein Köfferli ab und ich konnte an Bord klettern.

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Wo bitte ist unsere Fähre??

Voller Vorfreude und in Anbetracht der Tatsache, dass das Boot um 8 Uhr ablegt, verzichten wir aufs Früstück, weil wir ja im Schiff genügend Zeit dafür haben werden. Und – oh wunder – das Check-In startet pünktlich um 7.30 Uhr. Allerdings ist nicht der schöne, oben beschriebene Kahn unser Schiff. Viel mehr müssen wir mit unseren Koffern über dieses schöne und noch andere Schiffsdecks hinweg klettern. Hier gibt es keine Schiffsstege, die Boote reihen sich einfach aneinander und man steigt über deren Decks hinweg zu seinem Schiff. Brauche ich zu erwähnen, dass unser Kahn das äusserste Schiff war? Und ich mich auf dem letzten Schiffswrack stehend ausserstande sah, mich und meinen Koffer auf unsere Fähre zu befördern? Gnädigerweise nahm mir dann doch noch ein „Stewart“ mein Köfferli ab und ich konnte an Bord klettern.

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Hüter des einzigen Stuhls im Schatten

image„Lounge“ auf unserer Fähre mit Sicht auf den Kapitänsplatz

Pünktlich um 8 verliess der Kahn den Hafen. Erst da wurde uns bewusst: es gab auch keinen Kiosk auf diesem Schiff. Wasser hatten wir dabei, also keine akute Verdurstungsgefahr. Frühstück musste jedoch ausfallen. Mittagessen ebenso. Und die Fahrt dauerte nicht 5, sondern 8 Stunden. Jä nu, machen wir halt einen dieser zur Zeit so innig empfohlenen wöchentlichen Diättage. Da fiel mir ein, dass ich auf dem Nachtmarkt in Phuket noch 2 Mangos gekauft hatte. Wir sparten sie uns fürs Mittagessen auf. Um 13 Uhr holte ich die Dinger hervor. Saumässig zäh die Schale. Und ebenso saumässig hart das Fruchtfleisch. Es handelte sich nicht um reife, süsse Mangos, sondern um grüne Mangos, aus denen man durchaus einen akzeptablen Salat machen könnte mit den entsprechenden Zutaten. So schmeckten sie – nun ja – irgendwie ähnlich wie rohe Kartoffeln, bloss saurer. Aber in der Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen.
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Immerhin sprangen am Hat Yao Pier, den wir zum Tanken anliefen, flugs ein paar Kinder an Bord und verkauften köstliche Wassermelonen und Ananas. Unsere Frucht-Diät konnte erfolgreich fortgesetzt werden.
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Was ist daraus zu lernen? Vetraue keinen Bildern im Kopf! Und machs Beste draus: Ausser einem schmerzenden Hintern und ein bisschen Sonnenbrand hats uns in keiner Weise geschadet. Ach ja: Die Aussicht auf die Andaman-Sea war phantastisch!
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to be followed
PS: Bei einem Blick auf die Website von Tigerliners habe ich festgestellt, dass man sich eine Mahlzeit hätte reservieren lassen können. Kaum zu glauben, dass dies meinem Mann entgangen ist!! Allerdings – als ich das Menü anklickte und das Bildli dazu sah, verging mir der Appetit subito.  Dann doch lieber Früchte-Diät!

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