Inselglück mit Tieren

Darf ich vorstellen? Serendipity, unser Ferienparadies für ein paar Tage. Serendipity wird bei „Leo“ folgendermassen übersetzt: „Die Gabe, zufällig glückliche und unerwartete Entdeckungen zu machen“. Wie wahr!
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In unserem Bungalow ist Folgendes im Preis inbegriffen: Frühstück, tägliches Fitness-Programm in Form von 150 Stufen unterschiedlicher Höhe und Breite, eine Katze mit Pompon-Schwanz, ein Hund mit Migrationshintergrund, diverse Geckos, ein bisher unidentifiziertes Tier, das unter unserem Bungalow wohnt aber sicher ein Fell und einen Schwanz hat. Ausserdem ein garantiert 100% biologisches Antimückenmittel in Form eines Frosches. Er heisst „Jump“. Es werden hier über die Gäste im voraus weitreichende Recherchen getätigt und das Angebot den Bedürfnissen angepasst. In unserem Fall bedeutet das Gratis-Internet und Gratis-Tiere.

imageDe Katze haben wir in Anlehnung an familiäre Katzenliebschaften Lini getauft (meine katzenliebende Mutter heisst Lina und mein Bruder Didi und seine Frau Bettina haben kürzlich ein Büsi namens Luna adoptiert). Das arme Tier, wohnhaft an der verkehrsreichen Winterthurerstrasse, hatte nach viermonatiger Dunkelhaft im Haus endlich Ausgang erhalten, allerdings nur in einem roten „Gstältli“. Luna fand das doof und hat sich in einem Gebüsch schleunigst davon befreit. Sie konnte aber trotzdem wieder eingefangen werden. Wir waren dankbar, das zu vernehmen!imageBei Tageslicht betrachtet, stellten wir jedoch schnell fest, dass unser „Lini“ ein „Linus“ ist und eigentlich eher aussieht wie ein Hyänix. Aber Schönheit ist ja nicht entscheidend – das Tier ist sehr lieb und anhänglich und brüllt genau so laut nach Futter wie Luna oder Strizi. Der Hund hat noch keinen Namen, aber das wird schon noch.imageiNoch vor ein paar Jahren galt die Insel Ko Lipe als kaum erschlossenes Rucksacktouristen-Paradies. Ein paar einfache Hütten, Longboats und ein Dorf von Seefahrern, die hier sesshaft wurden. Nicht ganz freiwillig natürlich. Man hatte sie von der Nachbarinsel Ko Adang umgesiedelt, weil diese nun als unbewohnter Nationalpark geschützt ist. Ko Lipe war aber keine schlechte Alternative. Es gibt Grundwasser und gute Fischgründe – für die Chao Leh, wie die Einwohner hier heissen, eine wichtige Lebensgrundlage. Allerdings mussten sie erst die hier lebenden Krokodile von der Insel vertreiben, bzw. jagen und aufessen. Der Stärkere vertreibt den Schwächeren – ein ewiger Kreislauf…imageSchnorchelparadies vor der Haustüre

Krokodile hats nun also keine mehr, gottseidank, und die Fische wurden auch (noch) nicht allesamt ausgerottet. Dafür wächst die Insel aber zu schnell – der Tourismus schreitet auch hier unaufhaltsam voran – nicht zu ihrem Vorteil. Geschäftstüchtige Thai-Chinesen kauften den Chao Leh ihre Strände ab zu Beträgen, die in keinem Verhältnis stehen zu den Einnahmen, die sie nun mit ihren Ferienresorts generieren.Trotzdem ist Ko Lipe immer noch sehr schön und zumindest Ende Saison wunderbar beschaulich. Was man hier tun kann? Man könnte z.B. auf den 240 Meter hohen Berg der Nachbarinsel wandern (tun wir nicht, weil zu heiss). Man kann rund um die Insel wandern (3 Stunden): ebenfalls zu heiss. Man kann Taucherbrille und Flossen anziehen und direkt am Strand in ein Aquarium eintauchen. Tun wir sofort! Alles so schön bunt hier! Am besten gefallen mir die gepunkteten Koffer-Fischli mit ihren kleinen, über den ganzen Körper verteilten Flösschen, die wie Mini-Propeller rotieren. Wir haben auch einen Seestern gesichtet, diverse Seegurken, die nichts tun, ausser faul am Boden rumzuliegen. Und dann sehe ich plötzlich etwas schwarz-weisses, langes, dünnes, schlangenähnliches….Ich rufe Tauch-Profi Beat zur Besichtigung herbei und er sagt, das sei tatsächlich eine Seeschlange aber 90% davon seien ungiftig, was mich doch ziemlich beruhigt.
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Abends im Bett revidiert er dann allerdings seine Meinung. Er hatte im Internet nachgeschaut. Was ich erspäht habe ist eine „laticauda colubrina“, 1.20 m lang und gehört zu den giftigsten Schlangen der Welt. Aber ihr Maul sei zu klein, um einen Menschen so richtig beissen zu können. Na prost!! Wers glaubt wird seelig oder was? Dass einem Männer solche Dinge vor dem Schlafengehen sagen müssen?? Zumal am nächsten Tag ein Schnorchel-Tripp ansteht … Blöd, echt!!
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