Warum wir einen BMW fahren …

Ich will ja nicht unfair sein. Internet ist wirklich nicht zu verachten. Aber nun ja – es gibt auch andere technische Probleme zu überwinden. Nachdem wir bei Ankunft in Chicago in Rekordzeit durch die Immigration waren und auch die 20 Minuten am Gepäckband noch geduldig ertrugen, weckte die halbe Stunde Wartezeit auf den Avis-Shuttle dann doch zunehmend etwas Ungeduld in mir. Wir hatten nach einem 9-stündigen Flug ja noch 6 Autostunden vor uns …

Bei Avis war man dann sehr nett, bloss hatte die junge Dame ein Problem, unser Auto startklar zu machen. Beat fand auch, dass Tracy etwas kompliziert sei. Er hatte allerdings seine Lesebrille nicht auf, sonst hätte er gesehen, dass auf dem Namensschild der Dame nicht Tracy, sondern „Trainee“ stand…

„Would you like a BMW“? BMW in Amerika? Nun ja, auch egal. Hauptsache es kann losgehen. „It’s the white one, just outside“, meinte Trainee freundlich. Ist mir wurst, ob weiss, rot oder braun: Hauptsache wir können jetzt endlich losfahren! Während „Trainee“ unbeschreiblich viele Dinge in den Computer tippte (vermutlich 5-stellige Postleitzahlen!) sehe ich, wie unser weisser BMW gerade von einem weisshaarigen Tourist vom Parkplatz entfernt wird. „Oh, no problem, there is another white one“,  flötet Trainee. Ob Ihrs glaubt oder nicht: auch der zweite weisse BMW wurde von einem weisshaarigen Tourist entwendet!  Und der Weisshaarige war definitiv nicht Beat! Der stand nämlich immer noch neben mir, langsam auch etwas „out of balance“. „Well, so sorry, I give you a discount“, sagt Trainee. Der Discount musste dann allerdings noch vom „Chief“ bewilligt werden. Good almighty!!!

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Da war der weisse BMW noch da …

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… and another one gone …

Aber jetzt fahren wir in einem grauen, mit allen elektronischen Schikanen ausgerüsteten BMW über die Strassen von Wisconsin. Man kann sich in unserem BMW z.B. als „Guest“ registrieren und das Auto stellt sofort die richtige Sitzposition, das gewünschtes Musikgenre und deutsche Navigationshinweise ein! Bisher habe ich allerdings noch nicht heraus gefunden, wie sich die hinteren Türen öffnen lassen. Regelmässig offeriere ich unseren lieben Gastgebern zum Heimfahren den Kofferraum, was die beiden als Sitzgelegenheit dann doch als etwas „too cosy“ empfinden. So sorry, liebe Schlatters. Aber ich gebe gerne ein Discount! Sofern der Chief es bewilligt …

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