Kitsch und Kulinarik

Apulien hat viele hübsche Städtchen. Sehenswert sind die bereits erwähnten Martina Franca und Locorotondo aber auch Ostuni (die weisse Stadt), Otranto und Gallipoli.

Doch in allen herrscht in den Sommermonaten – und neuerdings auch noch im September – geschäftiges Touristentreiben. Souvenirshop reiht sich an Souvenirshop und nicht alles ist „made in Italy“. Allerlei Kitsch wird hier den Touristen angedient, wie z.B. Trulli in Schneekugeln oder Lampen in Form von Oliven. Auch sehr bunte Teller oder Tassen mit dem eigenen Namen könnte man erstehen. Doch vermutlich alles „made in china“. Also Finger weg!

Schön sind handgewobenes Leinen und schlichte Keramik. Auch mit ein paar Ledersandalen aus Gallipoli oder Otranto kann man durchaus zufrieden sein.

Am besten fährt man hingegen mit kulinarischen Produkten aus der Region. Olivenöl, getrocknete Tomaten oder Orecchiette, die typischen Teigwaren der Region. Und natürlich das Apérogebäck Taralli. Die runden, ziemlich trockenen Kringel sind inzwischen in verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich und schmecken zu eingelegten Oliven wunderbar.

Auch gute Weine werden in Apulien produziert. Uns hat zum Beispiel der lokale Cantele sehr geschmeckt. Und wer hätte gedacht, dass der zur Zeit so angesagte Rosé im Süden Apuliens vor mehr als 70 Jahren Kultstatus erreichte? Die berühmte Kellerei Cantina Leone de Castris füllte bereits 1925 Weine in Flaschen ab und war damit dem Trend weit voraus. Als sich im 2. Weltkrieg amerikanische Soldaten bei Castris verpflegten, wurde erstmals ein Rosé in Flaschen abgefüllt. Der legendäre Five Roses gilt auch heute noch als bester Rosé Italiens.

Jetzt muss ich mich leider verabschieden: es warten Orecchiette mit Burrata und hausgemachte Spaghetti Carbonara mit kurz gebratenen Tonwürfeln. Ausserdem darf der Rosé keinesfalls warm werden. Buon appetito e a più tardi !

 

 

3 Gedanken zu “Kitsch und Kulinarik

  1. Wieder ein süffig geschriebener Eintrag, der Lust auf mehr macht – und Hunger……;O) Danke dass Ihr uns Daheimgebliebenen so teilhaben lässt an Eurer Reise – auch wenn es doch schon schön wäre, einmal eine Olivenlampe oder ein kleines härziges Trulli in der Schneekugel so richtig in den Händen halten zu können…..Habt weiterhin eine schöne Zeit. Un abbraccio!

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  2. Im Zügelstress etwas Ablenkung gebraucht und zu Euch nach Apulien gereist. Nach dem Lesen bin ich immer etwas hungrig und gluschtig auf Rosé… Wir sind ja auch ganz grosse Fans von diesem Flecken in Süditalien (übrigens ganz unten sagt das Handy „welcome to Greece“). Falls ihr nach den vielen Olivenbäumen Lust auf eine Feigenplantage habt: Tenuta Furnirussi! Schöni Ferie, Kuss noch aus Zumikon

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