Alles so schön bunt hier!

Jetzt sind wir also zum ersten Mal in Südamerika. Kleine grüne Papageien fliegen einem um die Ohren, es gibt „besoffene Bäume“ (die Stämme sehen aus wie Flaschen) und die „Jacarandas“ wetteifern grad mit dem Himmel um das schönste Blau.

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Jacaranda-Baum

Buenos Aires, Hauptstadt von Argentinien, liegt am Rio de la Plata, der in den Atlantik mündet. Wir könnten über den Rio de la Plata schwimmen und wären bereits in Urugay. Allerdings wären wir dann auch tot. Einerseits weil wir 220 Kilometer schwimmen müssten, andererseits weil die Flussmündung total verschmutzt ist. Noch immer fliessen alle Abwässer der Millionenstadt ungefiltert ins Wasser …

Rund 2.8 Mio Einwohner hat die Stadt, in der Agglomeration wohnen jedoch 13 Mio Leute, von denen jeden Tag 1 Million ins Zentrum zur Arbeit pendelt. Morgens und abends herrscht hier auf den Strassen also echter Dichte-Stress.

Etwas besser steht es mit der Luft. Die Stadt erhielt ihren Namen von der heiligen Santa Maria del Buen Ayre = Heilige Maria der guten Luft. Andere meinen, der Name Buenos Aires sei auf die günstigen Winde über dem Rio de la Plata zurückzuführen, die den Eroberen ein gutes Vorkommen ermöglichten. Ich finde allerdings, die Maria-Variante passt viel besser hierher! Schliesslich sind fast 90% der Einwohner katholisch.

Die Stadt ist bunt, lebendig, musikalisch (Tango!) und ess-verrückt. Der Einfluss aus Italien ist stark. 60% der „porteños“ – so werden die Einwohner von BA genannt – sind italienischstämmig. Und natürlich kommen Carnivoren voll auf ihre Rechnung. Wer Argentinien verlässt, ohne wenigstens einmal in einer „Parrilla“ (Steak-House) ein Rindsfilet oder ein saftiges Steak gegessen zu haben, ist selber schuld. Das Fleisch gehört zu den Besten der Welt.

Produziert wird es in der Pampas und das ist jetzt kein Schimpfwort! So heisst das endlose Weideland von Argentinien. Weil es weit entfernt von grossen Städten liegt, wurde das Wort zum Synonym für „abgelegen“.

Abgelegen hin oder her – uns kommt das Filet jetzt grad sehr gelegen. Lasst’s Euch auch schmecken daheim, gell!

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