Fliegen, Olivenbäume und rote Flaggen

Apulien, im südlichsten Zipfel Italiens, auch als „Karibik des Mittelmeers“ betitelt. Da wollen wir hin, den Sommer verlängern! Nur knapp zwei Flugstunden liegt Bari von Zürich entfernt. Und bereits als ich aus unserem Käseflugzeug steige (die Swiss macht jetzt so schreckliche Appenzellerwerbung auf ihren Fliegern!), kann ich das Meer riechen. Ein bisschen irritierte mich allerdings die Durchsage des Piloten: „leicht bewölkt und 21 Grad“. 21 Grad? In Zürich sind es 28! Nun ja, es soll noch besser kommen…

5 ausgefüllte Formulare, 10 Unterschriften und eine satte Stunde später sind wir dann vorübergehende Besitzer eines Skodas. So ist das in der globalen Autowelt: In der Schweiz fahren wir Audi, in Amerika BMW und in Italien Skoda. Nicht, dass ich etwas gegen Skodas hätte, aber so ein hübscher Alfa Romeo wäre auch nicht zu verachten gewesen …

Ehemalige Benediktinerabtei in San Vito

Ehemalige Benediktinerabtei in San Vito

 

Polignano a Mare

Polignano a Mare

Die Fahrt von Bari Richtung Süden dem Meer entlang ist wunderschön: riesige Olivenhaine, gespickt mit alten „Trullis“, den typischen Steinhäusern dieser Region. In Polignano a Mare geniessen wir das erste Gelato und die spektakuläre Sicht auf die schmale Badebucht. Wagemutige Mädchen-Beeindrucker stürzen sich vom Rand der Felsenbucht in die Fluten und holen der Liebsten aus einer der Dutzend Karst-Höhlen eine Venusmuschel. Wie romantisch!

Polignano a Mare

Der Strand von Polignano a Mare

Bevor sich mein Mann auch noch in die Fluten stürzt und vielleicht nie mehr auftaucht, ziehe ich ihn lieber zum Volare-Mann.

Domenico Modugno. Volare

Domenico Modugno: Nur Fliegen ist schöner!

Der Mann hiess Domenico Modugno und landete mit seinem Schlager „Nel blu, dipinto di blu“ (blau in blau gemalt) 1958 einen Welthit. Ihr wisst schon:

Volare, oh oh …
Cantare, ohohoho
Nel blu dipinto di blu …

Und falls Ihr das nicht (mehr) kennt: Youtoube kennt’s.

In Torre Canne beziehen wir unser Zimmer im Hotel Canne Bianche und gehen sofort zum Strand. Denn im Süden ziehen bedrohlich dunkle Wolken auf.

Hotel Canne Bianche, Torre Canne

Hotel Canne Bianche in Torre Canne, Apulien

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Als wir uns in die warmen Fluten stürzen, hisst der Bademeister eine kleine rote Flagge und macht sich vom Acker. Was kümmert uns das! Wir haben das Meer ganz für uns allein! Zurück am Strand studieren wir dann doch mal noch die Flaggen-Legenden:

Weiss = aktive Rettungsstation
Rot = baden gefährlich
Gelb = pflichtgeschlossene Strandschirme für Windstösse.

Die kleine, rote Flagge flattert fröhlich im Wind. Na, da haben die armen Windstösse und wir ja grad noch mal Glück gehabt!

Hotel Canne Bianche, Torre Canne

Die pflichtgeschlossenen Strandschirme für Windstösse

 

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